Ihre ehrenamtlich betriebene Ausflugsbahn im Herzen der Volkacher Mainschleife

Um es vorauszuschicken: hinter der Mainschleifenbahn lauert keine geldgierige Abschreibungsfirma, kein Großunternehmen. Nur normale Staatsbürger/Innen, die erhalten wollen, was dem Steuerzahler einst viel Geld gekostet hat, was inzwischen ein Teil der Kulturlandschaft der Mainschleife geworden ist – und was vielleicht mal wieder ein richtiger Standortvorteil für Volkach und Umgebung werden kann.

Die Initiative zum Erhalt der Mainschleifenbahn ging 1994 von einem kleinen, lockeren Kreis aus, von der Interessengemeinschaft Mainschleifenbahn (IGM). Dazu gehörten und gehören Gastronomen, Gewerbetreibende, Pendler und Freunde des „Volkacher Bähnle“. Zusammen mit engagierten Politikerinnen und Politikern sowie mit vielen Freunden gelang es 1995 die Strecke vor dem bereits eingeleiteten Rückbau zu retten und deren Wiederbelebung in die Wege zu leiten.

Welche Möglichkeiten eine schnelle Schienenverbindung Volkach und seiner Umgebung bieten würde, die Demonstrationsfahrten mit dem Talent im Juni 1996 sollte es zeigen. Das bayerische Wirtschaftsministerium untersuchte dann auch diese Option. Ergebnis positiv – doch in Bayern gab es keine Streckenreaktivierungen. Immerhin: dank der Hilfe des Ministeriums, des Landkreises Kitzingen und der Stadt Volkach konnten wir die Mainschleifenbahn erhalten und wieder in Betrieb nehmen.

Aus der IG Mainschleifenbahn entstand im Februar 1999 schließlich der Förderverein Mainschleifenbahn e.V., dessen ehrenamtliche Mitglieder des Fördervereins die Strecke pflegen und betreuen  rund um’s Jahr. Seit Februar 2004 besitzt der Verein auch seinen eigenen Schienenbus, den 796 702. Der dazu passende Steuerwagen 996 726 verstärkt seit Sommer 2004 unseren Triebwagen. Zwischen Mai und Oktober wird an allen Sonntagen gefahren (unser Fahrplan). Sonderfahrten, auch wochentags, sind möglich und können beim Förderverein gebucht (zu unseren Kontaktdaten) werden.

Hand in Hand arbeiten Förderverein und Betriebsgesellschaft seit Jahren zusammen, um die Mainschleifenbahn zu erhalten. Hier Freischnittarbeiten in der Nähe des Haltepunkts Escherndorf. Der Zweiwegebagger bewährt sich auch hier. Die hydraulische Astschere zwickt auch armdickes Geäst durch.

Da der Betrieb einer Eisenbahnstrecke ohne Eisenbahn-Infrastruktur-Unternehmen nicht möglich ist, entstand im März 2001 die Betriebsgesellschaft Mainschleifenbahn (BGM). Gesellschafter sind der Landkreis Kitzingen, die Stadt Volkach, die Gemeinden Markt Eisenheim, Nordheim und Sommerach, die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs GmbH (WVV), die Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (DGEG), einige Privatpersonen und natürlich auch der Förderverein Mainschleifenbahn e.V. Die BGM hat die Bahnstrecke von der DB langfristig angepachtet, seit 2011 ist sie Eigentum des Fördervereins. Zum Streckenunterhalt hat sie u.a. SKL, Zweiwegebagger und div. Kleingerät angeschafft. Soweit nicht an Fachfirmen vergeben, werden damit alle anfallenden Arbeiten von Mitgliedern des Fördervereins durchgeführt. Auch die Geschäftsführung der BGM erfolgt ehrenamtlich – ohne jede Aufwandsentschädigung. Erlöse wandern voll in der Erhalt der Trasse.

Die Hoffnung auf eine Reaktivierung für den SPNV haben wir trotz aller Erfolge als Museumsbahn noch nicht aufgegeben. Seit Ende 2013 laufen entsprechende Untersuchungen, bisher mit positiven Ergebnissen. Das nötige Fahrgastpotential von > 1000 Fahrgästen/Tag ist vorhanden – so eine Untersuchung, die am Geographischen Institut der Universität Würzburg entstanden ist.