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Ein besonderer Tag war der 21.10.2011 auch für Roland Kastner (l.) – auf der Volkacher Strecke hatte er vor über 50 Jahren seine Laufbahn bei der DB begonnen. Wie an diesem denkwürdigen Freitag fährt er nun schon seit vielen Jahren den Mainschleifen-Schienenbus Auch Bundesminister a.D. Michael Glos hatte schon in jungen Jahren die Bahn kennen gelernt – als Fahrschüler.

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Nach vielen Jahren ein unverhofftes Wiedersehen: Dr. Dieter Glück (Referatsleiter im BMVBS) und Rüdiger Kuhn, Eisenbahnbetriebsleiter der Mainschleifenbahn (r.)

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Ein heißer Kaffee im Schienenbus tat an diesem nebeligen Tag gut! V.l.n.r.: Friedrich Düll (Präsident des Bayerischen Brauerbundes und als Inhaber der Krautheimer Brauerei der Mainschleifenbahn seit vielen Jahren treu verbunden. Schauen Sie doch 'mal auf ihre Fahrkarte oder auf die Fotos unseres Steuerwagens), Paul Streng (Stellvertretender Landrat des Kreises Kitzingen und zugleich dessen Tourismusreferent) und - fast schon ein Mainschleifenbahn-Profi - Peter Kornell (1. Bürgermeister der Stadt Volkach).

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"Wir haben hier eine Strecke, die über 100 Jahre alt ist. Sie kommt aus der Region und sie kommt heute wieder in die Region zurück, dort wo sie hingehört und wo sie auch am Besten betreut wird. Ich freue mich persönlich, dass ich heute hier bin. Ich bin auch geborener Franke, Nürnberger. In sofern ist es eine doppelte Freude für mich, hier zu sein in ihrem Kreise.

Das Ganze hat für mich letztes Jahr begonnen, im Dezember. Da kam eine Notiz von Herrn Dr. Kefer. Da stand darauf: „Lieber Herr Kraft, bitte umsetzen!“. Das ist quasi ein Befehl, aber der hatte natürlich gewisse Rahmenbedingungen und wir haben hart gerungen und gekämpft und letztendlich nie das Ziel aus den Augen verloren, hier eine gemeinsame, einvernehmliche Lösung herbeizuführen, die auch im Sinn der Mainschleifenbahn ist.

Das ist sicherlich jetzt ein großer Meilenstein. Sie haben ja schon seit über 10 Jahren die Strecke gepachtet von uns und jetzt kommt das in ihr Eigentum. Das ist ein Meilenstein, den wir begleitet haben. Jetzt geben wir die Strecke in ihre Verantwortung und in soweit möchten wir die Arbeit und ihre ehrenamtliche Tätigkeit hier wertschätzen und hoffen und wünschen, dass die Strecke auch in Zukunft gedeiht, weiter vorankommt, dass die Fahrgastzahlen immer nach oben gehen und dass die Bahn auch pünktlich ist."

Mit diesen Worten übergab der Dr. Tilman Reißbeck, Leiter Immobilienmanagement der DB Netz AG die Mainschleifenbahn an Dr. Christian Oßwald (l.),
den 1. Vorsitzenden des Fördervereins.

Bundesminister a.D. MdB Michael Glos erinnerte nach einem kurzen Rückblick auf seine ersten Erfahrung mit der Bahn nochmals daran, dass der Erhalt der Mainschleifenbahn und schließlich deren Verkauf eine längere und schwierige Geschichte war

Überzeugter Zug-Fahrschüler sei er gewesen. Von Stadlschwarzach nach Gerolzhofen in die Realschule. Auf dem Hinweg habe er die Hausaufgaben abgeschrieben, das Heft auf der Büchertasche: „Wenn’s gehalten hat, dann war die Schrift wieder schöner und besser – und heimwärts, da habe ich dann die Schafkopfkarten rausgeholt. Das war eigentlich eine schöne Zeit“.

Trotzdem zeigte Glos aber auch Verständnis für die DB AG und deren Rückzug aus der Fläche. Jede Gemeinde wollte seinerzeit die Bahn behalten, aber das Defizit, das sollte allein die Bundesbahn tragen.

Im Fall Volkach habe ihn Bürgermeister Reinhold Reichl eines Tages angerufen und berichtet, dass die Eisenbahn abgebaut werden solle. Darauf hin habe er den Verkehrsminister angerufen und dazu bewegen können, den Abbau zumindest vorübergehend einzustellen.

Die Volkacher Strecke sei so „nicht nur erhalten geblieben, sondern auch durch die Art und Weise, wie sie betrieben wird, ist sie fast so liebenswert geworden, wie die Landschaft, vielleicht noch liebenswerter. Ich kann nur hoffen, dass die Begeisterung weiterträgt und anhält. Nun hat man hier viel Arbeit, Geld und Mühe reingesteckt und dann hat man gesagt: `“Wir sind ein Verein, der das geschafft hat. Die Bahn ist noch immer defizitär, wir helfen ihr indem wir ihr diese Strecke abkaufen!“ Nun, damit ist die volle Sanierung der DB AG noch nicht gelungen, aber es ist wieder ein Stück dahin und die Chinesen sagen, die längste Reise, sie beginnt mit dem ersten Schritt. Also, ich freue mich dann auch, dass die Einsichtsfähigkeit der Bahn langsam und kontinuierlich gewachsen ist, dass die Überzeugungsarbeit, die wir sichergestellt hatten auch Früchte getragen hat. Es ist sicher Zufall, einer meiner besten Freunde und ehemaliger Geschäftsführer ist gegenwärtig auch Verkehrsminister. Da hat sich so eine Situation ergeben, über die wir uns heute alle freuen. Das Eigentum an der Strecke, aber damit auch alle Lasten, die damit verbunden sind, gehen über an diesen großartigen Trägerverein, der mithilft, dass diese großartige Mainschleife und die Landschaft noch liebenswerter zu erfahren ist indem man mit dem Zug durchfährt. Es ist viel schöner, als mit dem Auto. Es bleibt zu hoffen, dass es zum Nutzen und zum Frommen der Stadt Volkach aber auch aller anderen, anliegenden Gemeinden entwickeln wird“.

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Seit Oktober nun im wahrsten Sinn des Wortes auf eigenen Gleisen unterwegs, der Mainschleifen-Schienenbus (hier kurz nach dem Haltepunkt Escherndorf bei der Fahrt nach Volkach).

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Zeit zum Feiern bleibt wenig, die Winterarbeiten beginnen. Unser Ersatzteilträger der VT 796 710 erhielt in diesen Tagen einen neuen Anstrich. Am Steuerwagen steht die Hauptuntersuchung an (diesmal in der eigenen Halle in Prosselsheim) und auch entlag der Strecke gibt es wieder mehr als genug zu tun. Wollen Sie mithelfen? Wir würden uns freuen!

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