Wie soll es weitergehen?
Wo fährt
die Bahn?
Warum
mitfahren?
Welche
Fahrzeuge?
Wer sind
wir?
Wer kann
helfen?
Vorteile für
die Region?
Erfolge? Zukunft?
Ein Hauptargument der Interessengemeinschaft Mainschleifenbahn für die Wiederbelebung der Strecke war und ist die Option auf einen S-bahn-artigen SPNV zwischen Volkach und Würzburg Hauptbahnhof. Fahrzeiten von knapp 30 Minuten wären möglich, zu jeder Tages- und Jahreszeit. Das Pendlerpotential dazu ist vorhanden. Die erforderlichen Untersuchungen wurden 1996/97 im Auftrag der BEG vergeben, mit ermutigenden Ergebnissen. Allerdings verzichtete der Freistaat später darauf, in ganz Bayern auch nur eine einzige Nebenstrecke zu reaktivieren.


Moderne Leichttriebwagen wie dieser Regioshuttle wurden eigens konstruiert für den Nahverkehr zwischen Stadt und Umland. Sie sind schnell, komfortabel und umweltfreundlich. In Baden-Württemberg sie auf vielen Nebenbahnen bereits im Einsatz. Bei der DB und bei Privatbahnen. Mit Erfolg.


Zwischen Juni 1999 und 2001 erarbeitete dann eine Arbeitsgruppe unter Federführung des Bayerischen Verkehrsministeriums ein vereinfachtes Stufenkonzept zur Wiederanbindung Volkachs an das DB Netz.

Mit der Wiederzulassung der Mainschleifenbahn für den Bahnverkehr war im Sommer 2003 nach der Trassensicherung auch der zweite Schritt dieses Plans realisiert .


Der Volkacher Bahnhof Anfang 2003. Das Gelände gehört seit 2002 der Stadt. Für den Nahverkehr soll die Fläche zwischen dem Bach (unten) und dem Fußweg vorgehalten werden, der am oberen (südlichen) Ende des alten Güterschuppesn die Gleise quert. Alle anderen Gleisanlagen werden demnächst abgebaut. Die ehemaligen, einstöckigen Baywa-Werkstattgebäude (unmittelbar rechts an die Glasdächer der Gärtnerei anschließend) sind seit Herbst 2003 abgebrochen. Dort soll noch 2004 ein Handwerkerzentrum entstehen. Auch die Gleise innerhalb des Baywa-Baustoffmarktes (oben) sind bereits demontiert und überteert. Jeder Sonderzug- oder Güterzugverkehr ist damit wohl für immer unmöglich geworden. Allenthalben für einige Regioshuttles o.a. bliebe noch Platz.

Ob jemals wieder Züge bis zum alten Volkacher Bahnhof rollen werden ist ungewisser den je. Die Stadt Volkach Anfang 2002 hat den Bahnhof und die Gleisanlagen zwischen km 10,290 und 11,050 von der DB gekauft. Zwar hat die Stadt in ihrem Flächennutzungsplan noch einen kleinen Teil des Bahnhofsgeländes für den SPNV vorgesehen, doch der größte Teil der Gleisanlagen soll im Frühjahr 2004 abgerissen werden. Geplant ist u.a. ein Handwerkerzentrum auf dem Areal der alten Baywa-Landmaschinenwerkstatt. Lange Sonder- oder Ölzüge an die Mainschleife sind damit Geschichte.


Mit ihrem markanten Stahlträgerfachwerk ist die Volkacher Mainbrücke ein unverwechselbares Bauwerk. 1949 als Provisorium eingebaut, soll diese ehemalige Wehrmachts-Kriegsbrücke frühestens 2008 durch einen Neubau ersetzt werden.

 

Eine neue Mainbrücke soll frühestens 2008 gebaut werden, ohne Gleise aber so gelgen, dass eine Bahnbrücke ohne Verschwenkung der vorhandenen Trasse angeflanscht werden kann (Stand Februar 2004). Schienenbusfahrten über die alten Brücke wird es auch künftig nicht geben, so das Straßenbauamt Würzburg. Statische Probleme und erhöhte Belastungen des 1949 eingeweihten Bauwerks durch den Kontakt „Eisen auf Eisen“ verböten dies. Für den Straßen- und Militärverkehr gibt es übrigens keine Gewichtsbegrenzung.


Einer der letzten Ölzuge rollte im September 1991 über die Volkacher Mainbrücke. Seither ist sie für den Schienenverkehr gesperrt und so wird es auch bleiben. Ihre Nachfolgerin soll nun ohne Gleis gebaut werden. Einziges Zugeständnis: sie wird so trassiert, dass sie dem Neubau einer Eisenbahnbrücke in Verlängerung der vorhandenen Bahntrasse nicht im Wege stehen wird. Damit wird Volkach Stadt wohl für immer vom Bahnverkehr abgeschnitte sein.

Was auf jeden Fall bleibt, ist die Mainschleifenbahn als einer schönsten fränkischen Nebenbahnen aus der Staatsbahnzeit. Mit dem Endhaltepunkt Volkach-Astheim. Im Bereich Prosselsheim wollen wir in den nächsten Jahren unsere Abstellmöglichkeiten optimieren. Der Wiedereinbau einer Abzweigweiche in Seligenstadt wird weiterhin angestrebt, ist derzeit aber nicht konkret geplant - u.a. deshalb, weil es noch immer unklar ist, wie der DB Bahnhof Seligenstadt künftig gestaltet werden soll.


Auch wenn künftig keine Öl- oder Personen-Sonderzüge mehr in den alten Volkacher Bahnhof rollen werden: die Mainschleifenbahn gehört zu den schönsten Bahnstrecken Unterfrankens. Und vor allem: sie ist für die nächsten Jahre vor dem „Rückbau“ gerettet. Als Tourismusbahn bindet sie auch weiterhin Volkach und dessen Umgebung an das weite Netz der DB an, derzeit leider nur als Umsteigeverbindung. Aber was nicht ist, das kann ja noch werden!