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Es ist schon traurig, auf welches
Niveau die Volkacher Leserbriefspalte inzwischen abgesackt ist.
Nichts gegen sachliche Argumente, aber der Rundumschlag zu dem
Herr Geiger anscheinend in einem Anfall von nachweihnachtlicher
Depression ausholt, der ist leider ein übles Gebräu von Verleumdungen
und Beinahe-Beleidigungen. Keiner der dort Angegifteten hat es
verdient, dass dieser übelriechende Kübel mitten auf der Lokalseite über
ihm ausgegossen wird. Erstaunlich auch die "Penetranz" (um dieses
nette Wort aufzugreifen) mit der da übelste Unterstellungen konstruiert
werden. So sind etwa die Ausführungen zu Nachschussforderungen
an die Gemeinden sachlich und juristisch unrichtig. Im besten Fall
drängt sich da noch das alte Sprichwort auf: "Wer schlecht denkt,
der ist selber schlecht". Der Mann hätte da besser einen Schoppen
trinken sollen muss ja nicht gerade auf der Hallburg sein! Um
es für alle anderen Leser noch einmal klar zu sagen: Ziel der Mainschleifenbahn
GmbH ist der fahrbereite Erhalt der Trasse, kein eigener Bahnbetrieb!
Auch das Stra-ßenbauamt kauft ja nicht die Mercedes, Porsches und
all die anderen schönen Au-tos, die über seine Straßen rollen.
Es übernimmt auch nicht deren laufende Kosten für Steuer, Versicherung
und Sprit! So ist es auch bei der Bahntrasse.
Zu den Kosten: für den laufen-den Unterhalt sind nach dem geplanten Stufenkonzept
keine 20.000 DM jährlich nö-tig. Und ein großer Teil der in dieser Summe eingerech-neten
Arbeiten kann ehren-amtlich erledigt werden. So sind allein in den letzten 14
Tagen bei bitterer Kälte fast 100 Arbeitsstun-den abgeleistet worden. Außerdem:
niemand von uns denkt daran die Gemeinden auszuplündern! Wie in jedem soliden
Verein oder Unternehmen kann nur das ge-macht oder ausgegeben werden, was auch
bezahlt werden kann. Alles andere sind Behauptungen der besonderen Art. Was die
Politiker angeht: wenn sie den Schienenweg nach Volkach als eine Art Zukunftsversicherung
erhalten wollen, zeigen sie vielleicht mehr Weitsicht als der Leserbriefschreiber.
Bleibt die Trasse, können eines fernen Tages auch wieder Berufspendler per Bahn
nach Würzburg fahren oder Güterzüge rollen. Beides in Zukunft vielleicht wieder
wichtige Standortfaktoren. Wer jeden Tag nach Würzburg zur Arbeit fahren muss,
der weiß was ein (Zweit)Pkw kostet. Und mancher würde dieses Geld lieber auf
die hohe Kante legen und mit dem Zug fahren. Aber das steht derzeit nicht zur
Diskussion und damit auch keine jährlichen Millionensummen! Zur Tourismusbahn:
es gibt inzwischen eine Menge derartiger Strecken. Was spricht dagegen, dass
ein potentieller Interessent im Sommer auf der Mainschleifenbahn fährt? Auf eigenes
Risiko, gegen einen Trassenpreis und ohne "eine ganze Region in finanzielle Haftung
zu nehmen". Mir erscheint das nur vernünftig. Wer Interesse hat: mehr Informationen über
solche Bahnen finden sich auf den Eisenbahn-Links unserer Internetseiten (www.mainschleifenbahn.de
) oder im Kursbuch der deutschen Museums-Eisenbahnen. Auch ein Ausflug zur Dampfbahn
Fränkische Schweiz nach Ebermannstadt ist sehr zu empfehlen.
Und übrigens: auch Landrat Dr. Steigerwald (Kreis Rhön-Grabfeld) hatten wohlwollende
Gemüter geraten lieber mit seiner Modelleisenbahn zu spielen. Inzwischen ist
das Freilandmuseum Fladungen wieder auf der Schiene zu erreichen und die Muse-umsbahn
erfreut sich größter Beliebtheit! Bei Anwohnern, Akteuren und Fahrgästen. Und
wenn es sein soll/muss, dann können ab sofort wieder Personenzüge von Fladungen
bis Würzburg fahren. Hat doch was oder? Dr. Wolfgang Schramm, IG Mainschleifenbahn |