Die Fahrzeuge

Förderwagen Robel Typ 51.12

Ein Arbeitsgerät der allerersten Stunden. Die unscheinbaren Rutscher sind und waren unverzichtbare Helfer.

Haben Sie schon mal Motorsäge, Kanister, Werkzeug, Schaufel, Rechen, Brotzeitbox, Wasser-Kiste und die Regenklamotte einen Tag lang über die Strecke geschleift?

Dann wissen Sie ja, was wir an den Dingern hatten: Damals beim großen Freischnitt im Frühjahr 2001. Und brauchen tun wir sie noch immer.

Kleinwagen 12 4716

Der Volkswagen der Schiene: Liebevoll wieder aufgearbeitet ist unser „Maggiwürfel“ das richtige Fahrzeug für den kleinen Arbeitstrupp. Ein echter Oldie, der noch immer wertvolle Dienste leistet.

Kleinwagenanhänger 03 05341

Dieser Anhänger ergänzt unsere Transportkapazität beim Streckenunterhalt. Er wiegt leer 4,25 t, das höchstzulässige Gesamtgewicht beträgt 14,25 t. Länge: 5,80 m, Breite: 2,60 m. Gebaut wurde er 1975 bei der Firma Schöma, Christian Schöttler in Diepholz. Die DB legte für ihn stolze 21.000 DM auf den Tisch, dazu die seinerzeitige Mehrwehrsteuer von 11 %. In Dienst gestellt wurde der Hänger am 15.05.1975 vom DB Maschinenamt Bamberg. Heimatdienststelle war später die Bahnmeisterei Kronach. Seit März 2002 gehört er der Betriebsgesellschaft Mainschleifenbahn mbH.

Schienenbusmotorwagen VT 796 702-6

Unser neuer, alter Schienenbus. Mit ihm können Sie reisen wie mit der Bundesbahn der sechziger Jahre. Gemütlich, ohne Schallschutzwände und lange Tunnels. Bahnfahren, so wie es am Schönsten ist!

Ein echter „Uerdinger“, hergestellt 1960 mit der Seriennummer 66599 bei der Waggonfabrik Uerdingen AG. Angetrieben wird er von zwei Büssing-Unterflurdieselmotoren. Bei gut 9 Litern Hubraum leistet jeder 150 PS. Die zugelassene Höchstgeschwindigkeit beträgt 90 km/h, wobei auf unserer Strecke maximal 50 km/h zulässig sind. Der Triebwagen ist 13,95 m lang, 3,00 m breit und wiegt gut 21 Tonnen. Sein Wagenkasten ist aus Stahlprofilträgern zusammengeschweißt, der Aufbau mit Aluminiumblechen beplankt, 56 Sitzplätze sind vorhanden. Für den Fahrkomfort sorgt eine lastabhängig gesteuerte Luftfederung. An jeder Seite des Schienenbusses befindet sich ein Führerpult für den Triebfahrzeugführer. Dadurch ist ein schneller Fahrtrichtungswechsel möglich. Der Schienenbus kann auch von unserem Steuerwagen 996 726 aus „ferngesteuert“ werden.

Der 796 702 wurde zunächst bei der DB eingesetzt und fuhr bis 27. Februar 2000 als einer letzten beiden Schienenbusse im Raum Tübingen im Planeinsatz. Später kam er als VT 1 zur Westfälischen Almetalbahn und war zuletzt in Neu-Mukran auf der Insel Rügen stationiert. Seit Februar 2004 gehört er zum Fahrzeugbestand des Fördervereins Mainschleifenbahn e.V.

 

Schienenbussteuerwagen VS996 726-9

Gebaut 1960 bei MAN in Nürnberg als 145046 ist er der einzige richtige „Franke“ in unserem Bestand. Der motorlose Anhänger verstärkt seit Herbst 2004 unseren Motorwagen 796 702. In der Bauart gleicht er dem Motorwagen. An einem Ende ist ein Führerstand eingebaut von dem aus alle Funktionen des Motorwagens überwacht und ferngesteuert werden können. Der Steuerwagen verfügt über ein ca. 3 x 2,6 m großes Gepäckabteil, beheizt wird er durch zwei dieselbefeuerte WEBASTO-Warmluftheizungen.

Der 996 726 lief zunächst bei der DB, später gehörte er der Eisenbahn Betriebs-Gesellschaft m.b.H. (Prora/Rügen). Erworben wurde er durch unseren Verein Ende 2003 von Jörg Seyffert (Linz/Rhein).

Skl 053 0811

Das gelbe Fahrzeug macht die Streckenarbeit leichter. Unser Skl bietet der ganzen Mannschaft Schutz vor Nässe und Kälte, wuchtet bis zu 3 Tonnen und ist ein echtes Mädchen für alles.

Der „Skl“ ist unser Helfer beim Streckenunterhalt. Gebaut 1981 bei der Waggon Union Berlin, wird es von einem luftgekühlten 150 PS KHD-Diesel-Motor angetrieben. Er wiegt leer 8,1 t, hat eine Nutzlast von 7 t, ist 6,40 m lang und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h. In der Kabine haben 6 Personen und der Fahrer Platz. Er kann unabhängig vom Motor durch ein Webasto-Gerät beheizt werden. Ausgerüstet ist das Fahrzeug mit einem hydraulischen Atlaskran. Es hat eine maximale Hubkraft von 3.000 kg und kann bei Bedarf mit einem Halbschalengreifer ausgerüstet werden. Zwischen 1964 und 1981 beschaffte die damalige Bundesbahn von verschiedenen Herstellern insgesamt 840 dieser Fahrzeuge.

Unser Skl 53 0811 rollt viele Jahre lang treu und brav bei der DB, wurde in Würzburg ausgemustert und gehört seit dem Jahr 2003 als Fahrzeug BGM 3 der Betriebsgesellschaft Mainschleifenbahn mbH. Seitdem ist das Fahrzeug in Prosselsheim stationiert.

TVT 702 050

Der Turmverbrennungstriebwagen (kurz TVT) wurde 1962 bei der Waggon- und Maschinenbau GmbH Donauwörth (WMD) unter der Nummer 1483 basierend auf dem Fahrzeugkonzept des Uerdinger Schienenbusses noch mit purpurroter Farbgebung gebaut.

Von dort ging seine Reise unter der Bezeichnung “Wuppertal 6230” nach Wuppertal-Steinbeck, wo er dank seiner Hubarbeitsbühne für die damals stark fortschreitende Elektrifizierung und Instandhaltung ideal genutzt werden konnte.

1968 bekamen die TVT der Bundesbahn im Rahmen der Umstellung auf EDV-gängige Nummerierung die bis heute gebräuchliche Baureihenbezeichnung 701, aus “Wuppertal 6230” wurde die Fahrzeugnummer 701 050-7 wurde. Diese änderte sich dann im Jahre 1973 durch den Umbau für Steilstreckentauglichkeit zur Fahrzeugnummer 702 050-6 mit welcher der TVT noch bis 1992 in seinem erst Betriebswerk blieb bevor er dann in diesem Jahr zum Betriebswerk Köln-Deutzerfeld. Zwei Jahre später wechselte das dann in Goldgelb umlackierte Fahrzeug zum Betriebswerk Hamm/Westfalen bevor dann im Dezember 2006 von der Deutschen Bahn dei Ausmusterung samt Verkauf erfolgte. Der neue Eigentümer unterzog wiederrum das Fahrzeug im Jahr 2007 einer erneuten Untersuchung und nutze das Fahrzeug als Dienstleister für die Deutschen Bahn.

Wir entdeckten den TVT als perfekte Ergänzung der Streckeninstandhaltungsfahrzeugflotte Ende 2023 in Darmstadt-Kranichstein. Vom Eigentümer, unserem langjähriger Partner Pfalzbahn, konnte das Fahrzeug unkompliziert erworben werden.

 

Auch wenn die Mainschleifenbahn (noch 😉 ) keine Oberleitung hat, ist das Fahrzeug doch quasi die berühmte „EierlegendeWollMilchSau“. Mit vollständig eingerichteter Werkstatt, Stromaggregat, Hubarbeitsbühne mit Magirusleiter können zukünftig sämtliche Arbeiten bis zu einer Höhe von 18 Metern sicher und rationell abgewickelt werden. Zudem ist das Fahrzeug notfalltauglich und kann, z.B. bei Störungen, als Abschlepp- und Bergungsfahrzeug eingesetzt werden.

 

Nach Überführung hat Anfang Oktober 2024 In Würzburg die betriebsfähige Aufarbeitung des über 60 Jahre alten Allrounders begonnen. Hierbei konnte festgestellt werden, dass im Bereich der Technik das Fahrzeug sich als sehr robust erwiesen und die lange Abstellzeit gut überstanden hat.

Wir hoffen Ihnen bald unseren aufgearbeiteten goldgelben Neuzugang betriebsfähig vor Ort präsentieren zu können.

Beginn der Aufarbeitung:

Mitte Dezember 2024 war das Dach mit seinen Aufbauten fast vollständig saniert:

 

Im Februar 2025 konnte der Turmtriebwagen nach erfolgreicher Außensanierung mit umfangreichen Blech- und Schlosserarbeiten sowie Neulackierung dann auch sein Winterquartier verlassen.

Zweiwegebagger Liebherr A900C

Seit 2020 befindet sich mit dem Zweiwegebagger Liebherr 900 ein echter Allrounder in unserem Bestand. Der Bagger mit seinem Baujahr 1994 war vorher in einem Ausbildungszentrum für Gleisbauer im Einsatz und ist deshalb in einem sehr guten Zustand, da wenig genutzt. Mit seinen rund 150 PS ist er doppelt so stark wie sein Vorgänger und kann nicht nur diesen ersetzen sondern auch weitere Arbeiten wie z.B. Mulchen und Fräsen erledigen, die bisher unserem Unimog vorbehalten waren.

Anfang 2024 wurde dieser durch ein leistungsstarkes Mähwerk ergänzt.