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Neues vom gelben Brummer

Vor einigen Wochen hatten wir noch vom Fortgang der Sanierung unseres Turmtriebwagens und den Planungen zu den weiteren Arbeiten berichtet. Doch kein Plan ist so gut, als dass er nicht verbessert werden kann. Unsere befreundeten Kollegen der DGEG e.V., Eisenbahnmuseum Würzburg hatten uns kurz vor Weihnachten einen Standplatz in ihrer Fahrzeughalle über den Jahreswechsel angeboten, um die notwendigen Außenarbeiten vorgezogen vornehmen zu können. Obwohl sportlich in der Organisation, haben wir das Angebot gerne angenommen. Immerhin war in kurzer Zeit trotz Feiertagen eine Mann-/Frauschaft zusammenzustellen, Material zu besorgen und ein entsprechender Zeitplan zu erstellen.

Schließlich konnte am 23. Dezember 2024 mit dem Ausbau der Fenster sowie dem Öffnen einiger bisher verschlossener Wartungsklappen begonnen wurde.

Wie bereits geschildert, Gründlichkeit und Sorgfalt geht vor Schnelligkeit. Es wurde in der Folge tiefgehenden entrostet, fehlerhafte Stellen im Metall ersetzt, grundiert, gespachtelt, und immer wieder hieß die Devise „schleifen, schleifen, schleifen“. Hierbei zeigte sich immer wieder die sehr guten Grundsubstanz des Fahrzeugs, die durch die graffitierte Außenflächen einen schlechteren Außeneindruck abgegeben hat, als eigentlich darunter zum Vorschein kam. Dank der Zusammenarbeit aller Beteiligter konnte frühzeitig die erste von drei Lackschichten aufgetragen werden.

Nach Abschluß der Lackarbeiten konnten am Dreikönigs-Wochenende wieder die Fenster – natürlich mit neuen Dichtungen versehen – eingeglast werden. Abgeschlossen sind die Außenarbeiten zwar noch nicht endgültig, dies erfolgt in der nächsten Zeit, jedoch konnten wie eine Riesenschritt bis zur Wiederinbetriebnahme vorankommen.

Als besondere Überraschung hat unser langjähriger Partner und Förderer, die Fa. Hackel Design, Würzburg, noch einen Beschriftungssatz vorbeigebracht. Jetzt sieht unser Turmtriebwagen wieder aus, wie ein ordentlicher Turmtriebwagen aussehen muss 😉

Ein weiterer Dank gilt auch der Fa. Prosol-Lacke, Würzburg, für die umfangreiche Beratung im Vorfeld und für die logistische Meisterleistung bei der Beschaffung der notwendigen Materialien.

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Freie Fahrt durchs Grüne

In den letzten Tagen wurden auf dem Streckenabschnitt zwischen Escherndorf-Vogelsburg und Astheim Mulcharbeiten mit unserem Zweiwegebagger durchgeführt. Ziel dieser Maßnahmen ist es, das Lichtraumprofil freizuhalten, damit unsere Züge auch in der kommenden Fahrsaison sicher verkehren können.

Dabei wird besonders auf den Naturschutz geachtet: Die Arbeiten erfolgen außerhalb der Hauptbrutzeiten, um die Tierwelt möglichst wenig zu beeinträchtigen. Zudem werden nur notwendige Rückschnitte durchgeführt, um die Bahnstrecke frei zu halten, ohne das ökologische Gleichgewicht zu stören.

Mit diesen Pflegemaßnahmen sorgen wir nicht nur für einen reibungslosen Zugbetrieb, sondern auch für eine nachhaltige Pflege der Vegetation entlang unserer historischen Strecke.

Blick in Richtung Vogelsburg. Links im Bild ist der Zweiwegebagger zu sehen.

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Winterarbeiten

Wenn es draußen ungemütlich wird, rückt unsere Mannschaft zur Pflege der Infrastruktur aus. Neben dem regelmäßigen Rückschnitt von Sträuchern und Bäumen, so dass diese nicht in den Gleisbereich ragen, wird in diesem Winter auch verstärkt unser Augenmerk auf die Entwässerungsgräben gelegt.

Eine gute Entwässerung des Bahnkörpers ist wichtig, um langfristig Schäden zu vermeiden. Der Schotter, in dem die Gleise liegen, sorgt für einen guten Abfluss nach unten. Jedoch muss auch der sog. Unterbau, also der Bereich unterhalb der ca. 70 bis 100 cm starken Schotterschicht instand gehalten werden und einen guten Abfluss haben, um ein Vollsaugen und damit einen gewissen „Pudding-Effekt“ zu vermeiden.

Neben der jährlichen Durchsicht auf Einengungen der Seitengräben und Durchlässe ist nach mehreren Jahren ein Grundputz fällig. Hierbei wird des eingeschwemmte Material komplett ausgebaggert und das richtige Gefälle wieder hergestellt. Eine Arbeit, die neben unserem Bagger auch ordentliches Gerät und vor Allem viele Helfer benötigt.

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Arbeiten am Schienenbus

Eisenbahnfahrzeuge müssen regelmäßig überprüft werden. Im Gegensatz zu Straßenfahrzeugen bedeutet jedoch eine Hauptuntersuchung, die spätestens alle 8 Jahre fällig wird, einen immensen Aufwand. U.A. müssen Achsen, Puffer, Zughaken, Druckbehälter geprüft werden, teilweise ist hier sogar ein Ausbau vorgeschrieben. Mechanische Teile der Bremsanlage müssen ebenso zerlegt, gereinigt und begutachtet werden, druckluftführende Bauteile, wie Brems- und Steuerventile werden in der Regel ausgebaut und durch eine Fachwerkstatt revidiert.

An unserem Schienenbus ist genau diese Hauptuntersuchung derzeit fällig und in Arbeit. Ein Großteil der vorgeschriebenen Revisionen sind bereits erledigt, zur Zeit arbeiten wir an der gesamten Druckluftanlage und haben hier u.a. Hähne und Ventile erneuert.

Im April steht noch die große Motorrevision durch eine Fachfirma an, so dass wir (hoffentlich) pünktlich am 1. Mai in die neue Saison starten können.

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Auch am Turmtriebwagen geht´s voran

Nachdem mittlerweile die Außensanierung abgeschlossen und die komplette Elektrik instand gesetzt wurde, zeigt sich unser „gelber Brummer“ mittlerweile durchaus ansehnlich. Bis zum ersten Einsatz stehen jedoch noch eine Vielzahl von Arbeiten an.

Wie auch beim Schienenbus wurde im Rahmen der derzeit laufenden Hauptuntersuchung das Fahrwerk einer fachlichen Überprüfung unterzogen. Hierbei erfolgte, streng nach Regelwerk, eine Überprüfung der Achsen auf Anrisse bzw. Beschädigungen. Um auch kleinste, mit dem menschlichen Auge nicht sichtbare Fehler zu erkennen, erfolgt dies mittels Einsatz von Ultraschall.

Ein ebenso prüfpflichtiges Bauteil sind die Zug- und Stoßeinrichtungen. Hierzu sind die Zughaken komplett auszubauen, metallisch blank zu reinigen und zu prüfen. Die Prüfung selbst erfolgt hier mittels Magnetpulver.

Fazit: Alles in Ordnung – Prüfer und Eisenbahner zufrieden – grüner Haken auf der (langen) Liste.

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Ein Blick hinter die Kulissen – Schulung mit Praxisübung

Damit unsere Züge sicher und zuverlässig fahren, ist regelmäßige Weiterbildung unerlässlich. Beim letzten Dienstunterricht haben unsere Ehrenamtlichen ihr Wissen rund um den Zugleitbetrieb vertieft, sich mit Neuerungen vertraut gemacht und ihre Kenntnisse überprüfen lassen.

Unsere neuen Zugleiter hatten das Vergnügen mit einer Modellbahnübung zum Zugleitbetrieb. Hintergrundwissen über die Logik und Funktionsweise des Betriebsverfahrens sind essentiell für einen sicheren Betrieb auf unserer Strecke.

In realistischen Szenarien übernahmen die Teilnehmer die Rollen von Zugleitern und Triebfahrzeugführern, erteilten Fahranweisungen, führten das Meldebuch und trainierten die Kommunikation. So konnten Abläufe gefestigt und verbessert werden.

Solche Schulungen sind ein wichtiger Bestandteil unseres Vereinslebens. Sie helfen uns, den Betrieb sicher und professionell durchzuführen – damit Sie Ihre Fahrt mit der Mainschleifenbahn entspannt genießen können!

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Waschtag

Die Hauptuntersuchung (eigentlich korrekt: wiederkehrende Untersuchung) unseres Schienenbusses neigt sich dem Ende zu.

Zur Erinnerung: Schienenfahrzeuge müssen gemäß Vorgaben der Eisenbahnbau- und Betriebsordnung und -seit einigen Jahren neu- auch wegen europäischer Vorgaben regelmäßig nicht nur gewartet sondern auch tiefgehend nach strengen Vorgaben untersucht werden. Dabei ist es egal, ob der ICE international oder der Schienenbus nur in seinem begrenzten Refugium verkehrt. Eisenbahn ist Eisenbahn. Natürlich ist er Umfang der Prüfungen unterschiedlich, oberste Prämisse ist jedoch, dass alle Fahrgäste und Güter sicher transportiert werden.

Fast alle zu erledigenden Arbeiten – vorgeschrieben oder auch für den Komfort der Fahrgäste – sind gemacht. Wir haben deshalb zum Abschluß das frühlingshafte, fast schon sommerliche, Wetter genutzt und unseren roten Brummer einer ausführlichen Wäsche unterzogen. Jetzt glänzt er wieder.

Die nächsten Tage steht noch die Abnahme des Fahrzeugs an, so dass die Saison am 1. Mai beginnen kann. Zur eigentlichen Untersuchung demnächst an dieser Stelle für alle Interessierten mehr…

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Hauptuntersuchung vom Schienenbus abgeschlossen

Nach einem arbeitsreichen Winterhalbjahr konnte plangemäß die Hauptuntersuchung (eigentlich korrekt: Wiederkehrende Untersuchung) unseres Schienenbusses abgeschlossen werden. Nach umfangreichen Arbeiten, die sich aus gesetzlichen Vorgaben, technischem Regelwerk, DIN-und EU-Normen ergeben oder von uns im Laufe des Betriebs identifiziert wurden, fand am 24.4. die Abnahmeprobefahrt durch einen Sachverständigen statt.

Das Fahrzeug kann nun wieder für mindestens 6 Jahre eingesetzt werden und -hoffentlich- viele Fahrgäste transportieren.

Die aufgrund der Arbeiten im Jahr 2024 ausgefallenen Nikolausfahrten können deshalb in diesem Jahr am 6. und 7. Dezember wieder stattfinden.

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Infrastrukturertüchtigung

Auch unsere Streckenarbeiter waren noch unmittelbar vor Saisonbeginn fleissig.

Neben den üblichen Routinearbeiten wie Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern, Gleis- und Bahnübergangspflege erfolgten auch umfangreiche Arbeiten im Bereich des Haltepunktes Astheim. Hierbei wurde das Planum auf der Rückseite des Bahnstegs verbreitert, das Geländer erneuert und angepasst sowie die Infotafeln für unsere Fahrgäste besser sichtbar aufgestellt.

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Saisonbeginn

Am 1. Mai 2025 haben wir unsere Fahrsaison wieder aufgenommen. Wie in der Vergangenheit fahren wir wieder jeden Sonn- und Feiertag vom 1. Mai bis zum 18. Oktober. Für das Volkacher Weinfest Mitte August gilt ein besonderer Fahrplan, ebenso finden wieder unsere beliebten Nikolausfahrten statt.

Gerne transportieren wir kostenfrei Hunde, Kinderwagen und Fahrräder (nach Platzverfügbarkeit), für Gruppen ab 20 Personen erbitten wir vorherige Anmeldung.

Fahrplan: https://test.mainschleifenbahn.de/saisonfahrplan/

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Historische Weinfestfahrten 1949

Mit der Mainschleifenbahn zum Volkacher Weinfest – das war auch kurz nach dem 2. Weltkrieg wieder möglich. Bereits 1949 gab es wieder Sonderzüge von Würzburg und Schweinfurt nach Volkach. Das Weinfest fand damals etwas später und auch kürzer als heute üblich vom 27. bis 29. August 1949 statt.

Anders als damals die Deutsche Reichsbahn (in ihren letzten Tagen – nachdem sie dann am 06.09.1949 im Westen in „Deutsche Bundesbahn“ umbenannt wurde) fahren wir am Weinfest am Samstag und Sonntag 8 Zugpaare von Seligenstadt bis Volkach.

Die Weinfestsonderzüge 1949 gehörten damals auch zu den ersten Zügen, welche über die am 06. März 1949 eröffnete Behelfsbrücke fuhren. Am 07. April 1945 war die 1892 eröffnete Mainbrücke zwischen Volkach und Astheim durch die Wehrmacht gesprengt worden.

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Was macht eigentlich….

…der TVT? Eine Frage, die wir zuletzt von aufmerksamen Nutzern unserer Homepage gestellt bekommen haben.

Das Wichtigste: Es geht ihm gut, sehr gut sogar. Nachdem im Frühjahr die Außenarbeiten, also der am meisten sichtbare Teil weiterstgehen fertig gestellt waren, haben sich die Arbeiten der letzten Monate verstärkt auf die Technik mit den vorgeschriebenen Arbeiten für eine wiederkehrende Untersuchung konzentriert.

Auch wurde die im Inneren befindliche Werkstatt instandgesetzt. Nach Aufarbeitung der Verkleidungen sowie der Werkstatteinrichtung wurde schlussendlich eine – den heutigen Vorgaben für Arbeitsstätten – rutschhemmender neuer Fußboden eingebracht. Die Bilder zeigen die Wandlung innerhalb eines Vierteljahres und mehreren hundert Arbeitsstunden von „Davor“ zu „Jetzt“.

Ziel ist, dass Fahrzeug voll funktionsfähig an seinem derzeitigen Standort bei den Kollegen der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte, Museumswerkstatt Würzburg, (https://www.bw-wuerzburg.de/)  anlässlich der jährlichen „Maus-Tags“ am 3. Oktober vorstellen zu können.

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