Beiträge

Ausstellung im Brückenhaus

Ein weiterer Geheimtipp rund um unsere Bahn – die Ausstellung. Seit einigen Jahren befinden sich in den oberen Stockwerken unseres Brückenhauses am Endpunkt in Astheim mehrere Ausstellungsräume, die die Historie unserer, aber auch Geschichten rund um unsere Bahn erzählen.

Warum gibt es überhaut die Mainschleifenbahn? Was wurde transportiert? Auswirkungen der Bahn auf Bevölkerung und Wirtschaft, Niedergang und Wiederinbetriebnahme sowie die Zukunft werden mit einer Vielzahl von Ausstellungstücken präsentiert. Aber auch ein augenzwinkernder Blick auf den Reisekomfort früherer Jahrzehnte in Form originalem Toilettenpapier und Seite mit der Prägung der „Deutschen Bundesbahn“ darf nicht fehlen.

Die Ausstellung ist während unserer Betriebszeiten geöffnet, für Fragen stehen unsere Kolleginnen und Kollegen vor Ort zur Verfügung. Der Einritt ist frei, Spenden sind jedoch gerne gesehen. Im Übrigen ebenso für Artikel zum Mitnehmen aus unserem MSB-Antiquariat im (oder bei schönem Wetter vor dem) Brückenhaus.

Read More...

Kinderträume

Mit unserem Schienenbus werden Kinderträume (und auch die von erwachsenen Kindern ;-)) wahr. Auch heute noch ein Beruf der leuchtende Augen verursacht – Lokführer/in (korrekt natürlich: Triebfahrzeugführer/in). Unser Fahrzeug bietet aufgrund seiner fast rundum mit Fenstern verglasten Bauweise nicht nur die Möglichkeit, während der Fahrt Land und Leute zu beobachten, sondern auch „Vorne“ über die Schulter zu schauen. Es bietet sich eine gute Sicht auf die Strecke und lässt Ausblicke zu, die sonst verborgen bleiben.

Übrigens: Um als Lokomotivführer/in (auch auf unserer Bahn) unterwegs zu sein, ist eine fundierte Ausbildung notwendig, die umfangreiche theoretische und praktische Schulungen umfasst und durch eine gesetzlich vorgeschriebene Prüfung abgeschlossen wird. Bei ernsthaftem Interesse und Engagement für unsere Bahn kann die Ausbildung auch bei uns erfolgen. In ersten Halbjahr hatten nach einem erfolgreichen Ausbildungsgang einige „Neue“ Ihre Fahrprüfung abgelegt und sind mittlerweile im Einsatz.

Read More...

Neues im Souvenirshop

Viele unserer Fahrgäste möchten ein Souvenir mit nach Hause nehmen. Seit Anfang an haben wir eine kleine Auswahl an Andenken, die Sie während unserer Betriebszeiten in unserem Fahrkartenhäuschen in Astheim oder Online über diese Webseite erhalten.

Aufgrund der Nachfrage gibt es ab sofort neue Postkarten, Sie können jetzt aus 10 verschiedenen Motiven auswählen.

P.S.: Briefmarken haben wir natürlich auch. Dies für den Fall, dass Sie spontan den Daheimgebliebenen oder dem Chef mitteilen wollen, dass es an der Mainschleife so schön ist und Sie deshalb noch ein Wenig bleiben wollen.

Read More...

Volkacher Weinfest

Das Volkacher Weinfest ist vorbei – 4 Tage, insgesamt 56 Züge, mehrere hundert Fahrgäste. Vielen Dank für die gute Stimmung, auch uns hat der Weinfestbetrieb (wie in jedem Jahr) Spaß gemacht.

Aber nach dem Weinfest ist vor dem Weinherbst. Die vielleicht schönste Jahreszeit an der Mainschleife beginnt jetzt. Weinlese, Obsternte, Bremserfeste, Heckenwirtschaften, warne Tage und laue Abende. Wir fahren noch bis Mitte Oktober und freuen uns auf Euren/Ihren Besuch.

Read More...

Sommerinspektion

Nachdem unser Schienenbus zuletzt vier Tage fast durchgängig unterwegs war, hat er diese Woche seine Sommerinspektion bekommen. Neben den Routinearbeiten wurde das ein oder andere Wehwehchen beseitigt. Unter anderem wurden einige Einspritzdüsen ersetzt, Motor und Getriebe inspiziert und auch die Bremsanlage auf Herz und Nieren geprüft.

Read More...

Bahnhofsfest – ein voller Erfolg

„Alles ausverkauft!“ – das ist die Bilanz des Bahnhofsfestes, das der Förderverein Mainschleifenbahn zum bundesweiten Bahntags am 22. September an seinem Haltepunkt in Volkach – Astheim veranstaltet hat.

„Bremser“ (wie der „Federweiße“ in Franken genannt wird), Zwiebelkuchen und Bratwürste lockten Fahrgäste und Passanten ebenso zum Haltepunkt am Mainufer, wie eine kleine Fahrzeugschau, eine Spur 0 – Anlage zum Mitmachen und Führungen durch das Brückenhaus, einen ehemaligen Schrankenposten aus den 1950er Jahren. Als der letzte Schienenbus zurück Richtung Seligenstadt rollte, waren sämtliche Vorräte ausverkauft und alle Züge fast bis auf den letzten Platz besetzt gewesen. Da der Bahnsteig am Brückenhaus mit den Baufahrzeugen Klv 12 4716 und dem Skl 53 0811 belegt war, hielt der Schienenbus ausnahmsweise wieder einmal an dem alten Bahnsteig, der von 2003 bis 2012 in Betrieb war. Im Fall einer Reaktivierung der Mainschleifenbahn ist diesem Bereich der künftige SPNV-Bahnsteig geplant, auf dem Obstbaumfeld rechts der Bahn soll eine Omnibuswendeschleife  gebaut werden

Zu den zahlreichen Besuchern des Bahnhofsfestes gehörten neben vielen Einheimischen und Touristen u.a. Volkachs Bürgermeister Bäuerlein, mehrere Stadt- und Kreisräte sowie die Landtagsabgeordnete Barbara Becker. Parteiübergreifend unterstützen alle seit Jahren den Förderverein und dessen Bemühungen zur Reaktivierung der Verbindung nach Würzburg für den SPNV.

Mit einer betriebswirtschaftlichen Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) weit über dem Grenzfaktor von „1“  ist die Reaktivierung der Bahnverbindung Volkach – Würzburg seit einigen Wochen wieder einen großen Schritt weiter. Auch die geforderte Reisendenkilometerzahl von mehr als 1.000 ist nun zum dritten Mal und in einem weiteren Gutachten bestätigt worden. Nun können für den Ausbau auch GVFG-Mittel des Bundes beantragt werden. Läuft alles wie geplant, dann soll die Verbindung Würzburg – Volkach zum Fahrplanwechsel 2028/2029 als S 9 im künftigen mainfränkischen S-Bahn-Netz in Betrieb gehen. Die Reisezeit in die Mainmetropole soll um die 25 Minuten betragen. Sie wäre dann kürzer als die Fahrt mit Bus und – besonders in den Hauptverkehszeiten – auch als die mit dem Pkw. 

Gedacht ist an den Einsatz von Oberleitungs-Hybrid-Triebwagen. Federführend in dem Projekt ist als Vorbereitungsgesellschaft die interkommunale Mainschleifenbahn-Infrastruktur-Gesellschaft „MIG“ der Landkreise Würzburg und Kitzingen ( https://mainschleifenbahn-mig.de/index.html ). Besitzer der 10 km langen Bahnstrecke ist seit 2011 der Förderverein Mainschleifenbahn. Die Betriebsführung dieser NE-Bahn liegt nach wie vor bei der Betriebsgesellschaft Mainschleifenbahn. Deren Konzession läuft bis 2052. 

Fahrten in das Herz des Fränkischen Weinlands sind mit dem Schienenbus noch bis zum 20. Oktober an jedem Sonntag und auch am 3. Oktober ( https://test.mainschleifenbahn.de/saisonfahrplan/ ) möglich. 

Read More...

Zu Gast im Fernsehen

Heute war der Bayerische Rundfunk bei unserer Eisenbahn zu Gast. Das Thema war die anstehende Reaktivierung bis Dezember 2028 / 2029. Zu Gast waren unter anderem die Kitzinger Landrätin Tamara Bischof sowie der Geschäftsführer der kommunalen Mainschleifenbahn-Infrastruktur GmbH Frank Albert.

Der Beitrag wird am Mittwoch, den 02. Oktober um 17:30 Uhr in der Frankenschau im Bayerischen Rundfunk ausgestrahlt.

Alternativ ist der Beitrag über die ARD-Mediathek abrufbar:
https://www.ardmediathek.de/video/frankenschau-aktuell/reaktivierung-der-mainschleifenbahn-rueckt-in-greifbare-naehe/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdFNjaGVkdWxlU2xvdC80MTA2MDcyOTk4MTNfRjIwMjNXTzAxMDYxMEEwL3NlY3Rpb24vMjA5YzhjMTUtNWQwZC00MjZiLWJiMzgtZGJlOWYyNGY0NTYz

Read More...

Die Mainschleifenbahn kommt

Zwei Landkreise einstimmig für die Reaktivierung der Mainschleifenbahn – Von allen Seiten Lob und Anerkennung für das 30jährige, ehrenamtliche Engagement des Fördervereins.

In einer gemeinsamen Sitzung haben die Kreistage von Kitzingen und Würzburg am Montag der von ihnen getragenen Mainschleifenbahn-Infrastruktur-GmbH einstimmig die Vollmacht zur Vergabe der Entwurfs- und Genehmigungsplanung (LP 3 und LP 4) erteilt. Gleichzeitig wurden auch die Finanzierung dieser Planungen sowie die Suche nach einem kompetenten Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) als Kooperationspartner abgesegnet. Damit ist die Reaktivierung der Strecke von Volkach nach Seligenstadt wieder einen großen Schritt weitergekommen. Die Gesamtkosten für den Ausbau der Infrastruktur zwischen Volkach und Seligenstadt werden derzeit auf 20,7 Mio. Euro veranschlagt. Die Betriebsaufnahme ist für den Fahrplanwechsel 2028/2029 vorgesehen. Im Konzept der BEG wird die Strecke als Linie S6 einer künftigen Mainfranken S-Bahn geführt, betrieben werden soll sie mit Oberleitungs-Hybrid-Triebwagen (BMU).

Vorausgegangen waren u.a. Fahrplantestate von DB Netz bzw. DB InfraGo, die zweimal die Fahrbarkeit der Verbindung Volkach – Würzburg HBf. im Stundentakt bestätigten. Die folgende standardisierte Bewertung (NKU) nach der Version 2016+ ergab einen Wert deutlich über 1,0. Zudem bestätigte sie wieder ein Fahrgastpotential über 1.000 Rkm. Damit ist der Weg dafür frei, dass es nach Abschluss der Planungsphase LP4 voraussichtlich Ende 2025 möglich sein wird, eine 90%-Förderung nach GVFG zu beantragen. 

Ein weiterer Erfolg der MIG ist – so deren Geschäftsführer Frank Albert – dass die Mittel für die mit der Einbindung der Mainschleifenbahn in die Hauptbahn in Seligenstadt nötigen Umbauten sowie für eine Blockverdichtung Richtung Rottendorf aus Bundesmitteln (LuFV 8.7) kommen. Den Wiedereinbau der Abzweigweiche teilen sich MIG und DB InfraGO hälftig. 

Nicht nur hier, sondern über Jahre hinweg konnten Förderverein und Betriebsgesellschaft Mainschleifenbahn der MIG wertvolle, zielführende Hinweise geben und wichtige Türen öffnen. Auch deshalb dankten beide Landräte den Ehrenamtlichen der Mainschleifenbahn für deren jahrzehntelangen Einsatz. „Ohne ihr Ehrenamt wäre die Strecke heute nicht mehr zu erkennen – und wir würden heute hier nicht zusammensitzen und über die Reaktivierung entscheiden“ – so Kitzingens Landrätin Tamara Bischof. Sie unterstützt die Reaktivierung schon seit Beginn ihrer mittler weilen 24 jährigen Zeit als Landrätin. Im Jahr 2000 förderte sie mit einem Kreiszuschuss von damals 250.000 DM den Wiederaufbau des Strecke.

Auch Thomas Eberth, Landrat des Nachbarkreises Würzburg hob das jahrzehntelange Engagement des Fördervereins und seiner ehrenamtlichen Helfer hervor und dankte ihnen. Für ihn habe die Mainschleifenbahn bis vor kurzem „nicht die größte Rolle gespielt“. Umgestimmt habe ihn aber die NKU die bestätigte, dass das Projekt volkswirtschaftlich sinnvoll ist. Kritikern der Reaktivierung hielt Eberth entgegen, dass im Gegensatz zur Bahn für so manche Straßenbauprojekte keine NKU gefordert werde. 

Redner aller Fraktionen hoben die positiven Aspekte einer Reaktivierung für den gemeinsamen ÖPNV beider Kreise hervor, so auch die Landtagsabgeordneten Barbara Becker (CSU) und Volkmar Halbleib (SPD). Beide unterstützen seit Jahren die Reaktivierungsbemühungen aktiv.

Einige sind sich beide Landräte auch darin, dass die Reaktivierung der Volkacher Strecke zeitlich vom Bau der Ortsumgehung Prosselsheim entkoppelt werden muss. So wies Landrat Ebert noch einmal deutlich darauf hin, dass es für ihn „ganz, ganz wichtig ist, dass das Projekt realisiert wird, auch wenn keine Staatsstraße gebaut wird“. Zum Zeitpunkt des Beginns des Straßenbaus meinte der Landrat, dass er dazu keine Aussage machen könne oder wolle. 

Für den Förderverein – so Vereinsvorsitzender Marcel Skirde – sind die gemeinsame Kreistagssitzung sowie die einstimmigen Beschlüsse eine große Auszeichnung und die Bestätigung für seine jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit – vom Freischnitt der 1999 bereits zugewachsenen Trasse über deren Zulassung als öffentliche NE-Bahn bis zum heutigen Tourismusverkehr mit seinem Schienenbus. Diese Fahrten liefern seither auch die finanzielle Grundlage für den Streckenunterhalt.

Da mit dem Beginn der Gleisbauarbeiten nicht vor 2027/28 zu rechnen ist, soll der Schienenbus noch einige Jahre lang zwischen Volkach und Seligenstadt pendeln. Nach der Reaktivierung soll er betriebsbereit vorgehalten und für museale Zwecke eingesetzt werden – allerdings nicht mehr auf seiner Stammstrecke. Auch das Brückenhaus in Astheim, das alte Prosselsheimer Bahnhofsgebäude und die dortige Werkstatthalle will der Förderverein behalten und nutzen. 

Read More...

Die Reaktivierung als internationales Forschungsobjekt

Der Pariser Verkehrsexperte Professors Laurent Guihéry besuchte die Mainschleife. Frankreich will u.a. mit Bahnreaktivierungen und neuer Technik strukturschwache Gebiete wiederbeleben. 

Die Wiederbelebung alter Bahnstrecken in Europa ist das Forschungsgebiet von Professors Laurent Guihéry von der CY Cergy Paris Université. Dabei ist er auf der Suche nach erfolgreichen Projekten auch auf die Mainschleifenbahn gestoßen und recherchierte so Anfang der Woche vor Ort über die Strecke nach Volkach und die Reaktivierungsbemühungen der Mainschleifenbahn-Infrastruktur GmbH – kurz MIG. 

Sehr beeindruckt zeigt sich Guihéry von dem 30-jährigen, ehrenamtlichen Engagement des Fördervereins. Dem war es gelungen die Strecke vor dem Abbau zu retten, sie wieder aufzubauen, als NE-Bahn neu zuzulassen und seit 2003 als Tourismusbahn erfolgreich zu betreiben. Vereinsziel war und ist seither die Reaktiverung der Bahn für den Nahverkehr nach Würzburg, so Wolfgang Schramm von der Mainschleifenbahn. Dabei sind Konzepte, Dokumente und Kontakte entwickelt worden, die 2021 der kommunalen MIG eine solide Basis für deren Start geliefert hatten. Über die Arbeit dieses Gemeinschaftsunternehmens der Landkreise Würzburg und Kitzingen informierten die Geschäftsführer Frank Albert und Thomas Götz sowie Projektleiter Stefan Strohmenger den Gast aus Frankreich. Die Liste war lang: Planungsphasen, Finanzierung, Zuschussverfahren, mögliche Tarife sowie der aktuelle Stand der Reaktivierung. Rasch zeigten sich bei dem Abschlussgespräch im Astheimer Brückenhaus Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Verkehrsprojekten im zentral organisierten Frankreich und im föderalen Deutschland. 

Beeindruckt von dem bisher Erreichten wünschte Prof. Guihéry dem aus seiner Sicht beeindruckenden Reaktivierungsprojekt Mainschleifenbahn gutes Gelingen und bedankte sich bei allen für die intensiven Gespräche. 

Hintergrund von Guihérys aktueller Forschungsreise ist, dass in Frankreich – auch angesichts der Gelbwesten-Bewegung – Bemühungen laufen, abgehängten Regionen mit rapid schwindender Infrastruktur neues Leben einzuhauchen. Dazu gehört neben ökologischen, sozialen und politischen Aspekten auch die Wiederbelebung alter Eisenbahnstrecken mit neuer Fahrzeugtechnik. 

So werden derzeit u.a. neue, innovative und kostengünstige Schienenfahrzeuge und Konzepte mit klingenden Namen wie TELLI, DRAISY und FLEXI entwickelt. Im Kampf gegen Personalmangel bei Lokführern wird sogar über „Remote Driving“ nachgedacht, also über Züge deren Fahrer nicht mehr im Führerstand, sondern „irgendwo“ sitzt. Zu Guihérys aktuellen Forschungsobjekten gehören neben der Volkacher Strecke u.a. die Strecke Meran – Malles in Südtirol sowie Tabor – Bechyne im tschechischen Böhmerwald.

Bild: v.l.n.r.: Prof. Laurent Guihéry, Frank Albert, Thomas Götz, Dr. Wolfgang Schramm – Bild: Stefan Strohmenger

Read More...

Sanierung Turmtriebwagen geht voran

Nachdem unser neuestes Fahrzeug, unser Turmtriebwagen (auch kurz TVT genannt) Anfang Oktober überführt werden konnte, steht jetzt die Sanierung an.

Das Fahrzeug ist zwar äußerlich noch nicht besonders schön, dies geschuldet der langen Abstellzeit und auch wenig freundliche gesinnten Zeitgenossen, die der Meinung waren, eine zum ursprünglichen Goldgelb alternative Lackierung anbringen zu müssen.

Nach einer gründlichen Prüfung der Technik konnten wir jedoch erfreut feststellen, dass das Fahrzeug trotz seiner sehr langen Abstellzeit sehr gut „in Schuss“ ist. Die Elektrik zeigte sich bei der vorsichtigen Wiederinbetriebnahme von Ihrer besten Seite. Die Lampen brennen und auch die elektrischen Pumpen der hydraulischen betriebenen Bühne erwiesen sich gutgelaunt. Die Bühne hebt und senkt. In einem nächsten Schritt werden dann auch Zug-um-Zug die Dieselmotoren und auch die Getriebe wieder in Betrieb genommen.

Eine ebenso gründliche wie ordentliche Aufarbeitung des Fahrzeugs geht vor Schnelligkeit. Zwischenzeitlich konnte aber bereits die Sanierung des Daches und der darauf befindlichen Aufbauten so gut wie abgeschlossen werden, so dass die nächsten Aufgaben im Inneren und unter dem Fahrzeug warten.

An dieser Stelle vielen Dank an die Kollegen der DGEG e.V., Eisenbahnmuseum Würzburg für die Gastfreundschaft und die Bereitschaft. für die Sanierung die Werkstatt mit benutzen zu dürfen.

Read More...

Hauptuntersuchung Schienenbus

Wie der Mensch – so die Eisenbahn. Nach diesem Motto muss auch jedes Schienenfahrzeug regelmäßig untersucht und ggf. gewartet werden. Genauer gesagt, muss diese sog. Hauptuntersuchung nach den gesetzlichen Vorgaben spätestens alle 8 Jahre erfolgen. Für unseren Schienenbus ist es in diesem Winter wieder soweit.

Sinnvoll für Fahrzeug aber auch den ausführenden Mensch ist es, zu Beginn der Arbeiten erst einmal eine gründliche Reinigung des Fahrwerks, in dem sich die meisten der zu überprüfenden Komponenten wie z.B. Bremsen und Druckbehälter befinden, vorzunehmen. Das diese Arbeit nicht sonderlich beliebt ist, dürfte verständlich sein. Früher wurde solch eine Arbeit mit der Drahtbürste vorgenommen, was jedoch sehr langwierig war. Auch kam teilweise Bremsenreiniger zum Einsatz, aus Umweltgesichtspunkten nicht die empfehlenswerteste aller Alternativen. Dank einem freundlichen Hinweis der Würzburger Straßenbahn haben wir deshalb zur Fahrwerksreinigung eine interessantes, alternatives Verfahren ausprobiert – Trockeneis.

Reinigen mit Trockeneis ist ein innovatives Strahlverfahren, das Trockeneispellets (CO2 in verfestigter Form) als Strahlmittel benutzt. Das Verfahren stellt eine sehr umweltfreundliche und schonende Alternative zu herkömmlichen Reinigungsmethoden mittels Wasser- oder Sandstrahlen dar. Die Trockeneispellets werden mittels Druckluft auf Schallgeschwindigkeit beschleunigt, dringen durch die entstanden Risse durch den Belag ein und verdampfen sofort beim Auftreffen auf die Oberfläche. Dies bringt eine ca.700-fache Volumenausweitung mit sich, dabei wird die Verschmutzung gelöst indem Sie auseinanderbricht. Die Temperatur von -79,5° C macht den Schmutz zudem spröde, führt zu Rissbildungen und trägt zur Loslösung bei.

Mit der Fa. Eisschmitt aus Rottendorf konnten wir eine Firma aus der Region gewinnen, die nicht nur über die notwendige Technik verfügt, sondern auch Know-How im Bereich der Schienenfahrzeugreinigung hat. Nach zwei Tagen konnte sich das Ergebnis sehen lassen, die Komponenten erstrahlen in neuem Glanz.

Read More...

Weihnachtsrückblick – heute vor 25 Jahren

In diesen Tagen erinnern wir uns genau an das, was vor 25 Jahren geschah, als ein kleiner Trupp von Eisenbahnfreunden, zu dem auch wir gehörten, die über weite Strecken zugewachsene, 10 km lange Trasse der Mainschleifenbahn freigeschnitten hat. Damit legten wir eine der wichtigsten Grundlagen für die spätere Reaktivierung der Strecke.

Unser unentbehrlicher Helfer war ein Zweiwege-Unimog mit hydraulischem Schwenkarm, an dem vier rotierende Sägeblätter montiert waren. Der Niederlassungsleiter einer Spezialfirma aus Ochsenfurt hatte uns einen Sonderpreis angeboten, aber nur, wenn wir die Arbeiten in den letzten beiden Dezemberwochen des Jahres 1999 durchführten. In dieser Zeit war das Fahrzeug nicht verplant, sondern für die Weihnachtspause abgestellt.

Zu Beginn war es noch relativ einfach, einige Helfer zu finden, die bereit waren, ihren Weihnachtsurlaub auf dem Bahndamm zu verbringen. Doch es gab ein Problem – das Geld für den Unimogeinsatz war knapp. Glücklicherweise sprang das Landratsamt Kitzingen ein. Der damalige ÖPNV-Sachbearbeiter hatte noch Restmittel in der Kasse, die Landrat Dr. Siegfried Naser rechtzeitig freigab.

Vor diesem Einsatz hatten wir jahrelang Gespräche mit der Deutschen Bahn, dem Bayerischen Verkehrsministerium, dem Landratsamt Kitzingen und der Würzburger Straßenbahn geführt. Unser Ziel war damals, die 1994 von der DB stillgelegte Volkacher Strecke zu erhalten – zunächst für den Tourismus, später auch für den regulären Schienenpersonennahverkehr nach Würzburg. Daraus entstand ein umfangreiches Reaktivierungskonzept. Da bereits erste Gespräche mit der DB über einen Pachtvertrag liefen, erteilte uns die Bahn schließlich die Erlaubnis zum Freischnitt – allerdings auf eigene Gefahr und auf eigene Kosten.

Bei eisigem Wetter machte sich eine kleine Gruppe Ehrenamtlicher an die Arbeit. Unterstützt wurden sie von einem Zweiwege-Unimog mit Kreissägen. 

Als die Arbeiten vor Weihnachten begannen, war es bitterkalt und windig. Es regnete und schneite immer wieder. Die Bäume, die seit der Talent-Sonderfahrt von 1996 gewachsen waren, stellten für den Unimog-Schneider oft kein großes Problem dar. Aber es erforderte viel Kraft, die verwachsenen Äste und Stämme aus dem Gleis zu zerren, damit der Unimog weiterfahren konnte. Anfangs hatten wir noch keine Motorsägen, nur eine Bügelsäge und kräftige Heckenscheren aus unseren heimischen Gartenhäusern und Garagen.

Pünktlich zum Jahreswechsel 1999/2000 war der Schienenstrang und der Bahndamm für den Unimog wieder frei. In den ersten Tagen des neuen Jahres nutzten bereits einige Volkacher die Gelegenheit, auf dem Gleisbett bis zum Escherndorfer Abzweig zu wandern. Trotzdem waren wir noch viele Wochen damit beschäftigt, die Stämme zu zerkleinern und mit einem kleinen schienentauglichen Handwagen abzutransportieren. Wir haben das alles auf einer DVD dokumentiert, die der Förderverein in seinem Internetshop vertreibt. Wenn wir uns das heute ansehen, können wir kaum glauben, dass wir das damals so schnell geschafft haben.

Bis Februar 2000 war die Strecke endlich aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht. Das gab der politischen Diskussion neuen Schwung, und nun war es auch möglich, die Strecke zu begutachten und den Umfang der notwendigen Instandsetzungsarbeiten zu ermitteln.

Es dauerte noch 3 ½ Jahre, bis wieder ein Zug nach Volkach fuhr. Viele weitere Arbeiten an Gleisen und Bahnübergängen, Behördentermine, Zulassungsverfahren und Abnahmeprüfungen waren nötig. Schließlich gab das Eisenbahnbundesamt im Juli 2003 sein „Okay“ – die „Betriebsgesellschaft Mainschleifenbahn“ erhielt die Zulassung als nicht-staatliche, öffentliche Eisenbahn, ohne betriebliche Einschränkungen, gültig bis 2052. Seit 2004 fährt der Förderverein sogar mit einem eigenen Schienenbus und erwirtschaftet damit auch die Mittel für den Unterhalt der Strecke. Gleichzeitig generieren die Fahrgäste der Mainschleifenbahn einen niedrigen, aber sechsstelligen Umsatz in der Region.

Die 2021 gegründete Mainschleifenbahn-Infrastruktur GmbH (MIG), ein Zusammenschluss der Landkreise Kitzingen und Würzburg, arbeitet derzeit an der Reaktivierung einer umsteigefreien SPNV-Direktverbindung zwischen Würzburg und der Mainschleife. Es sieht gut aus, dass dieses Projekt wie geplant zum Winterfahrplan 2028/2029 umgesetzt wird.

Read More...