Go back in time

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Panorama Express train journey

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Vor 30 Jahren: Gründung der Interessengemeinschaft Mainschleifenbahn

„In letzter Minute – wenn nicht schon zu spät – will eine Interessengemeinschaft von Eisenbahnfreunden aus Volkach und Kitzingen um den Erhalt der Eisenbahnlinie Seligenstadt.Volkach – kämpfen“. So begann ein Artikel in der damaligen Neuen Volkacher Zeitung, der die Versammlung auf der Hallburg ankündigte. Als sich die Aktivisten am 24. Mai 1994 trafen, standen die Signale tatsächlich nicht gut: am 17. Mai hatte die Bahn angekündigt, den Bahnverkehr Richtung Volkach zum 29.5.1994 endgültig einzustellen und dann mit dem Abbau der Schienen zu beginnen. 

Für die Rettung der Strecke hatten die Initiatoren der Aktion Gerhard Bauer (Eisenbahnfreunde Kitzingen), Peter Hartmann (Wirt auf der Hallburg) und Dr. Wolfgang Schramm (Sommerach) zusammen mit dem Verkehrsverein Volkach bereits ein erstes Konzept erarbeitet. „Privatisierung zur touristischen Nutzung und als Option für einen bei steigenden Benzin- und Unterhaltungskosten eventuell auch wieder interessanten öffentlichen Personen-Nahverkehr“– so stand damals in der NVZ. Diese Punkte waren schließlich die Basis für die Gründung der Interessengemeinschaft Mainschleifenbahn, kurz IGM. Später wurde daraus der heutige Förderverein Mainschleifenbahn e.V.

Schnell waren sich alle einig, dass Volkach nochmals die Initiative zur Rettung der Strecke übernehmen müsse. Reinhold Reichl, als zweiter Bürgermeister amtierender Urlaubsvertreter des 1. Bürgermeisters Schlier, erklärte sich nach längerer Diskussion bereit, dass die Stadt „als allein handlungsfähige Einrichtung nochmals initiativ werde(n)“ müsse. Bereits am nächsten Morgen verfasste er einen Brandbrief an das Bayerische Verkehrsministerium und alle Abgeordneten der Region. 

Das Echo auf die Initiative war zunächst verhalten. Untereisenheim und Prosselsheim befürworteten einen Radweg, der Volkacher Stadtrat und der Landkreis Kitzingen sahen keine Möglichkeit die Bahnstrecke zu erhalten. Anfang August kündigte die DB an, im November die Gleise abbauen zu wollen. Kommentar eines örtlichen Mandatsträgers: „Wer glaubt, den Erhalt der Bahnstrecke finanzieren zu können, der soll die Initiative ergreifen“. Wir können ihn uns nicht leisten.

Ungeachtet dessen setzten sich die Bundestagsabgeordneten Michael Glos (CSU) und Frank Hofmann (SPD) sowie die Landtagsabgeordneten Karin Radermacher (SPD), Franz Brosch (CSU) und Volker Hartenstein (Die Grünen) auf ihren jeweiligen Ebenen für den Erhalt der Bahn nach Volkach ein. Zwischenzeitlich erarbeitete das Würzburger Ingenieurbüro SEIB zusammen mit den Eisenbahnfreunden und einem Berliner Büro eine detaillierte Bestandsaufnahme samt Potentialanalyse und Kostenschätzung. Fazit: der Wiederaufbau nach damaligem SPNV-Standard einschließlich neuer Anschlussweiche bis Volkach Bahnhof würde ca. 4 Mio. DM betragen, die mögliche Fahrzeit bis Würzburg 25 Minuten. Damit lagen endlich Fakten auf dem Tisch. Auf den vereinten politischen Druck der Abgeordneten hin, verzichtete die DB im Juli 1995 auf den Abriss der Gleisanlagen. Ein erster, wichtiger Meilenstein war erreicht. Wenig später verkündete Bayerns damaliger Verkehrsminister Dr. Otto Wiesheu, dass man überlege die Strecke als Pilotprojekt für einen privatisierten SPNV zu reaktivieren.

Für jedermann sichtbar wurden die Möglichkeiten eines modernen SPNV am 1. Juni 1996. Der IGM war es in Zusammenarbeit mit der WVV, SEIB und dem Fahrzeughersteller Talbot gelungen, für einen Tag Pendelfahrten von Volkach bis zum Würzburger Hauptbahnhof anzubieten. Das Echo in der Bevölkerung war überwältigend, doch am Aschermittwoch 1998 verkündete Minister Wiesheu das Aus für alle damals geplanten Reaktivierungen in Bayern. Eine bereits beauftragte intensive Untersuchung der alten Mainbrücke wurde abgebrochen. 

Nach einer Reihe von weiteren Rückschlägen (u.a. Ausbau der Abzweigweiche, offizielle Streckenstillegung, Aufgabe des Stadtbahnhofs ) erklärte sich Bayerns Verkehrsministerium im Sommer 1999 aber bereit, einen Arbeitskreis zum Erhalt der Volkacher Strecke zu initiieren. Der erarbeitete schließlich ein Stufenkonzept, das vom Erhalt der Gleise über einen privaten Tourismusverkehr bis zur Wiederaufnahme des SPNV führen sollte. Mit 500.000 DM Zuschüssen, davon die Hälfte vom Landkreis Kitzingen, begann im Sommer 2001 schließlich der Wiederaufbau der Strecke durch den neu gegründeten Förderverein Mainschleifenbahn. Dazu hatte dieser sogar ein eigenes Eisenbahn-Infrastruktur-Unternehmen gründen müssen. 4.200 ehrenamtliche Arbeitsstunden und einige, an Gleis- und Tiefbaufirmen fremdvergebene Arbeitstage später, war die Volkacher Strecke wieder eine „richtige“ Eisenbahn, zugelassen für den öffentlichen Verkehr, ohne jede Beschränkung, mit einer Betriebsgenehmigung bis 2052. „Das haben einige bis 2023 nicht kapiert“ erinnert sich Dr. Wolfgang Schramm, einer der Männer der ersten Stunde und langjähriger örtlicher Bahnbetriebsleiter. „Landrätin Bischof musste sogar die alte Geschäftsleitung der inzwischen für die Reaktivierung gegründeten, kommunalen Infrastrukturgesellschaft MIG zur Bahnaufsicht nach Ansbach schicken, bis die Herren das endlich verstanden hatten“. Seither ist Schramm zuversichtlicher, dass die Reaktiverung unter der Regie der Kreise gelingen wird – auch wenn das wegen inzwischen überwundener, organisatorischer Verspätungen voraussichtlich noch bis Ende 2028 dauern wird. 

Bis dahin wird Volkacher Strecke wohl weiterhin vom Förderverein unterhalten – finanziert durch dessen Schienenbusfahrten und gelegentliche Zuschüsse. Von dem bisherigen Tourismusverkehr profitieren übrigens nicht nur die Fahrgäste, sondern auch die heimische Wirtschaft. Zwischen 400.000 und 600.000 Euro Mehrumsatz bringt die Tourismusbahn pro Jahr in die Region – so eine Untersuchung, die an der Uni Würzburg entstanden war.

Dass heute zwischen Seligenstadt und Volkach überhaupt noch Schienen liegen, hängt nicht aber nur an dem langen und ausdauernden Engagement der ehrenamtlichen Eisenbahner , sondern auch an der Versammlung vom 24. Mai 1994 und an dem Brief, den der damaligen „Vize“-Bürgermeister Reichl an das Staatsministerium für Wirtschaft und Verkehr geschrieben hatte. 

Ende des Jahres 2000 – Impressionen entlang der damals stillgelegten Volkacher Bahnstrecke (Gleiskörper vor Astheim und unterhalb der Vogelsburg, Fahrraddraisine am Bf. Untereisenheim)

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Bahnhofsfest – ein voller Erfolg

„Alles ausverkauft!“ – das ist die Bilanz des Bahnhofsfestes, das der Förderverein Mainschleifenbahn zum bundesweiten Bahntags am 22. September an seinem Haltepunkt in Volkach – Astheim veranstaltet hat.

„Bremser“ (wie der „Federweiße“ in Franken genannt wird), Zwiebelkuchen und Bratwürste lockten Fahrgäste und Passanten ebenso zum Haltepunkt am Mainufer, wie eine kleine Fahrzeugschau, eine Spur 0 – Anlage zum Mitmachen und Führungen durch das Brückenhaus, einen ehemaligen Schrankenposten aus den 1950er Jahren. Als der letzte Schienenbus zurück Richtung Seligenstadt rollte, waren sämtliche Vorräte ausverkauft und alle Züge fast bis auf den letzten Platz besetzt gewesen. Da der Bahnsteig am Brückenhaus mit den Baufahrzeugen Klv 12 4716 und dem Skl 53 0811 belegt war, hielt der Schienenbus ausnahmsweise wieder einmal an dem alten Bahnsteig, der von 2003 bis 2012 in Betrieb war. Im Fall einer Reaktivierung der Mainschleifenbahn ist diesem Bereich der künftige SPNV-Bahnsteig geplant, auf dem Obstbaumfeld rechts der Bahn soll eine Omnibuswendeschleife  gebaut werden

Zu den zahlreichen Besuchern des Bahnhofsfestes gehörten neben vielen Einheimischen und Touristen u.a. Volkachs Bürgermeister Bäuerlein, mehrere Stadt- und Kreisräte sowie die Landtagsabgeordnete Barbara Becker. Parteiübergreifend unterstützen alle seit Jahren den Förderverein und dessen Bemühungen zur Reaktivierung der Verbindung nach Würzburg für den SPNV.

Mit einer betriebswirtschaftlichen Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) weit über dem Grenzfaktor von „1“  ist die Reaktivierung der Bahnverbindung Volkach – Würzburg seit einigen Wochen wieder einen großen Schritt weiter. Auch die geforderte Reisendenkilometerzahl von mehr als 1.000 ist nun zum dritten Mal und in einem weiteren Gutachten bestätigt worden. Nun können für den Ausbau auch GVFG-Mittel des Bundes beantragt werden. Läuft alles wie geplant, dann soll die Verbindung Würzburg – Volkach zum Fahrplanwechsel 2028/2029 als S 9 im künftigen mainfränkischen S-Bahn-Netz in Betrieb gehen. Die Reisezeit in die Mainmetropole soll um die 25 Minuten betragen. Sie wäre dann kürzer als die Fahrt mit Bus und – besonders in den Hauptverkehszeiten – auch als die mit dem Pkw. 

Gedacht ist an den Einsatz von Oberleitungs-Hybrid-Triebwagen. Federführend in dem Projekt ist als Vorbereitungsgesellschaft die interkommunale Mainschleifenbahn-Infrastruktur-Gesellschaft „MIG“ der Landkreise Würzburg und Kitzingen ( https://mainschleifenbahn-mig.de/index.html ). Besitzer der 10 km langen Bahnstrecke ist seit 2011 der Förderverein Mainschleifenbahn. Die Betriebsführung dieser NE-Bahn liegt nach wie vor bei der Betriebsgesellschaft Mainschleifenbahn. Deren Konzession läuft bis 2052. 

Fahrten in das Herz des Fränkischen Weinlands sind mit dem Schienenbus noch bis zum 20. Oktober an jedem Sonntag und auch am 3. Oktober ( https://test.mainschleifenbahn.de/saisonfahrplan/ ) möglich. 

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Zu Gast im Fernsehen

Heute war der Bayerische Rundfunk bei unserer Eisenbahn zu Gast. Das Thema war die anstehende Reaktivierung bis Dezember 2028 / 2029. Zu Gast waren unter anderem die Kitzinger Landrätin Tamara Bischof sowie der Geschäftsführer der kommunalen Mainschleifenbahn-Infrastruktur GmbH Frank Albert.

Der Beitrag wird am Mittwoch, den 02. Oktober um 17:30 Uhr in der Frankenschau im Bayerischen Rundfunk ausgestrahlt.

Alternativ ist der Beitrag über die ARD-Mediathek abrufbar:
https://www.ardmediathek.de/video/frankenschau-aktuell/reaktivierung-der-mainschleifenbahn-rueckt-in-greifbare-naehe/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdFNjaGVkdWxlU2xvdC80MTA2MDcyOTk4MTNfRjIwMjNXTzAxMDYxMEEwL3NlY3Rpb24vMjA5YzhjMTUtNWQwZC00MjZiLWJiMzgtZGJlOWYyNGY0NTYz

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Die Mainschleifenbahn kommt

Zwei Landkreise einstimmig für die Reaktivierung der Mainschleifenbahn – Von allen Seiten Lob und Anerkennung für das 30jährige, ehrenamtliche Engagement des Fördervereins.

In einer gemeinsamen Sitzung haben die Kreistage von Kitzingen und Würzburg am Montag der von ihnen getragenen Mainschleifenbahn-Infrastruktur-GmbH einstimmig die Vollmacht zur Vergabe der Entwurfs- und Genehmigungsplanung (LP 3 und LP 4) erteilt. Gleichzeitig wurden auch die Finanzierung dieser Planungen sowie die Suche nach einem kompetenten Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) als Kooperationspartner abgesegnet. Damit ist die Reaktivierung der Strecke von Volkach nach Seligenstadt wieder einen großen Schritt weitergekommen. Die Gesamtkosten für den Ausbau der Infrastruktur zwischen Volkach und Seligenstadt werden derzeit auf 20,7 Mio. Euro veranschlagt. Die Betriebsaufnahme ist für den Fahrplanwechsel 2028/2029 vorgesehen. Im Konzept der BEG wird die Strecke als Linie S6 einer künftigen Mainfranken S-Bahn geführt, betrieben werden soll sie mit Oberleitungs-Hybrid-Triebwagen (BMU).

Vorausgegangen waren u.a. Fahrplantestate von DB Netz bzw. DB InfraGo, die zweimal die Fahrbarkeit der Verbindung Volkach – Würzburg HBf. im Stundentakt bestätigten. Die folgende standardisierte Bewertung (NKU) nach der Version 2016+ ergab einen Wert deutlich über 1,0. Zudem bestätigte sie wieder ein Fahrgastpotential über 1.000 Rkm. Damit ist der Weg dafür frei, dass es nach Abschluss der Planungsphase LP4 voraussichtlich Ende 2025 möglich sein wird, eine 90%-Förderung nach GVFG zu beantragen. 

Ein weiterer Erfolg der MIG ist – so deren Geschäftsführer Frank Albert – dass die Mittel für die mit der Einbindung der Mainschleifenbahn in die Hauptbahn in Seligenstadt nötigen Umbauten sowie für eine Blockverdichtung Richtung Rottendorf aus Bundesmitteln (LuFV 8.7) kommen. Den Wiedereinbau der Abzweigweiche teilen sich MIG und DB InfraGO hälftig. 

Nicht nur hier, sondern über Jahre hinweg konnten Förderverein und Betriebsgesellschaft Mainschleifenbahn der MIG wertvolle, zielführende Hinweise geben und wichtige Türen öffnen. Auch deshalb dankten beide Landräte den Ehrenamtlichen der Mainschleifenbahn für deren jahrzehntelangen Einsatz. „Ohne ihr Ehrenamt wäre die Strecke heute nicht mehr zu erkennen – und wir würden heute hier nicht zusammensitzen und über die Reaktivierung entscheiden“ – so Kitzingens Landrätin Tamara Bischof. Sie unterstützt die Reaktivierung schon seit Beginn ihrer mittler weilen 24 jährigen Zeit als Landrätin. Im Jahr 2000 förderte sie mit einem Kreiszuschuss von damals 250.000 DM den Wiederaufbau des Strecke.

Auch Thomas Eberth, Landrat des Nachbarkreises Würzburg hob das jahrzehntelange Engagement des Fördervereins und seiner ehrenamtlichen Helfer hervor und dankte ihnen. Für ihn habe die Mainschleifenbahn bis vor kurzem „nicht die größte Rolle gespielt“. Umgestimmt habe ihn aber die NKU die bestätigte, dass das Projekt volkswirtschaftlich sinnvoll ist. Kritikern der Reaktivierung hielt Eberth entgegen, dass im Gegensatz zur Bahn für so manche Straßenbauprojekte keine NKU gefordert werde. 

Redner aller Fraktionen hoben die positiven Aspekte einer Reaktivierung für den gemeinsamen ÖPNV beider Kreise hervor, so auch die Landtagsabgeordneten Barbara Becker (CSU) und Volkmar Halbleib (SPD). Beide unterstützen seit Jahren die Reaktivierungsbemühungen aktiv.

Einige sind sich beide Landräte auch darin, dass die Reaktivierung der Volkacher Strecke zeitlich vom Bau der Ortsumgehung Prosselsheim entkoppelt werden muss. So wies Landrat Ebert noch einmal deutlich darauf hin, dass es für ihn „ganz, ganz wichtig ist, dass das Projekt realisiert wird, auch wenn keine Staatsstraße gebaut wird“. Zum Zeitpunkt des Beginns des Straßenbaus meinte der Landrat, dass er dazu keine Aussage machen könne oder wolle. 

Für den Förderverein – so Vereinsvorsitzender Marcel Skirde – sind die gemeinsame Kreistagssitzung sowie die einstimmigen Beschlüsse eine große Auszeichnung und die Bestätigung für seine jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit – vom Freischnitt der 1999 bereits zugewachsenen Trasse über deren Zulassung als öffentliche NE-Bahn bis zum heutigen Tourismusverkehr mit seinem Schienenbus. Diese Fahrten liefern seither auch die finanzielle Grundlage für den Streckenunterhalt.

Da mit dem Beginn der Gleisbauarbeiten nicht vor 2027/28 zu rechnen ist, soll der Schienenbus noch einige Jahre lang zwischen Volkach und Seligenstadt pendeln. Nach der Reaktivierung soll er betriebsbereit vorgehalten und für museale Zwecke eingesetzt werden – allerdings nicht mehr auf seiner Stammstrecke. Auch das Brückenhaus in Astheim, das alte Prosselsheimer Bahnhofsgebäude und die dortige Werkstatthalle will der Förderverein behalten und nutzen. 

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Die Reaktivierung als internationales Forschungsobjekt

Der Pariser Verkehrsexperte Professors Laurent Guihéry besuchte die Mainschleife. Frankreich will u.a. mit Bahnreaktivierungen und neuer Technik strukturschwache Gebiete wiederbeleben. 

Die Wiederbelebung alter Bahnstrecken in Europa ist das Forschungsgebiet von Professors Laurent Guihéry von der CY Cergy Paris Université. Dabei ist er auf der Suche nach erfolgreichen Projekten auch auf die Mainschleifenbahn gestoßen und recherchierte so Anfang der Woche vor Ort über die Strecke nach Volkach und die Reaktivierungsbemühungen der Mainschleifenbahn-Infrastruktur GmbH – kurz MIG. 

Sehr beeindruckt zeigt sich Guihéry von dem 30-jährigen, ehrenamtlichen Engagement des Fördervereins. Dem war es gelungen die Strecke vor dem Abbau zu retten, sie wieder aufzubauen, als NE-Bahn neu zuzulassen und seit 2003 als Tourismusbahn erfolgreich zu betreiben. Vereinsziel war und ist seither die Reaktiverung der Bahn für den Nahverkehr nach Würzburg, so Wolfgang Schramm von der Mainschleifenbahn. Dabei sind Konzepte, Dokumente und Kontakte entwickelt worden, die 2021 der kommunalen MIG eine solide Basis für deren Start geliefert hatten. Über die Arbeit dieses Gemeinschaftsunternehmens der Landkreise Würzburg und Kitzingen informierten die Geschäftsführer Frank Albert und Thomas Götz sowie Projektleiter Stefan Strohmenger den Gast aus Frankreich. Die Liste war lang: Planungsphasen, Finanzierung, Zuschussverfahren, mögliche Tarife sowie der aktuelle Stand der Reaktivierung. Rasch zeigten sich bei dem Abschlussgespräch im Astheimer Brückenhaus Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Verkehrsprojekten im zentral organisierten Frankreich und im föderalen Deutschland. 

Beeindruckt von dem bisher Erreichten wünschte Prof. Guihéry dem aus seiner Sicht beeindruckenden Reaktivierungsprojekt Mainschleifenbahn gutes Gelingen und bedankte sich bei allen für die intensiven Gespräche. 

Hintergrund von Guihérys aktueller Forschungsreise ist, dass in Frankreich – auch angesichts der Gelbwesten-Bewegung – Bemühungen laufen, abgehängten Regionen mit rapid schwindender Infrastruktur neues Leben einzuhauchen. Dazu gehört neben ökologischen, sozialen und politischen Aspekten auch die Wiederbelebung alter Eisenbahnstrecken mit neuer Fahrzeugtechnik. 

So werden derzeit u.a. neue, innovative und kostengünstige Schienenfahrzeuge und Konzepte mit klingenden Namen wie TELLI, DRAISY und FLEXI entwickelt. Im Kampf gegen Personalmangel bei Lokführern wird sogar über „Remote Driving“ nachgedacht, also über Züge deren Fahrer nicht mehr im Führerstand, sondern „irgendwo“ sitzt. Zu Guihérys aktuellen Forschungsobjekten gehören neben der Volkacher Strecke u.a. die Strecke Meran – Malles in Südtirol sowie Tabor – Bechyne im tschechischen Böhmerwald.

Bild: v.l.n.r.: Prof. Laurent Guihéry, Frank Albert, Thomas Götz, Dr. Wolfgang Schramm – Bild: Stefan Strohmenger

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Weihnachtsrückblick – heute vor 25 Jahren

In diesen Tagen erinnern wir uns genau an das, was vor 25 Jahren geschah, als ein kleiner Trupp von Eisenbahnfreunden, zu dem auch wir gehörten, die über weite Strecken zugewachsene, 10 km lange Trasse der Mainschleifenbahn freigeschnitten hat. Damit legten wir eine der wichtigsten Grundlagen für die spätere Reaktivierung der Strecke.

Unser unentbehrlicher Helfer war ein Zweiwege-Unimog mit hydraulischem Schwenkarm, an dem vier rotierende Sägeblätter montiert waren. Der Niederlassungsleiter einer Spezialfirma aus Ochsenfurt hatte uns einen Sonderpreis angeboten, aber nur, wenn wir die Arbeiten in den letzten beiden Dezemberwochen des Jahres 1999 durchführten. In dieser Zeit war das Fahrzeug nicht verplant, sondern für die Weihnachtspause abgestellt.

Zu Beginn war es noch relativ einfach, einige Helfer zu finden, die bereit waren, ihren Weihnachtsurlaub auf dem Bahndamm zu verbringen. Doch es gab ein Problem – das Geld für den Unimogeinsatz war knapp. Glücklicherweise sprang das Landratsamt Kitzingen ein. Der damalige ÖPNV-Sachbearbeiter hatte noch Restmittel in der Kasse, die Landrat Dr. Siegfried Naser rechtzeitig freigab.

Vor diesem Einsatz hatten wir jahrelang Gespräche mit der Deutschen Bahn, dem Bayerischen Verkehrsministerium, dem Landratsamt Kitzingen und der Würzburger Straßenbahn geführt. Unser Ziel war damals, die 1994 von der DB stillgelegte Volkacher Strecke zu erhalten – zunächst für den Tourismus, später auch für den regulären Schienenpersonennahverkehr nach Würzburg. Daraus entstand ein umfangreiches Reaktivierungskonzept. Da bereits erste Gespräche mit der DB über einen Pachtvertrag liefen, erteilte uns die Bahn schließlich die Erlaubnis zum Freischnitt – allerdings auf eigene Gefahr und auf eigene Kosten.

Bei eisigem Wetter machte sich eine kleine Gruppe Ehrenamtlicher an die Arbeit. Unterstützt wurden sie von einem Zweiwege-Unimog mit Kreissägen. 

Als die Arbeiten vor Weihnachten begannen, war es bitterkalt und windig. Es regnete und schneite immer wieder. Die Bäume, die seit der Talent-Sonderfahrt von 1996 gewachsen waren, stellten für den Unimog-Schneider oft kein großes Problem dar. Aber es erforderte viel Kraft, die verwachsenen Äste und Stämme aus dem Gleis zu zerren, damit der Unimog weiterfahren konnte. Anfangs hatten wir noch keine Motorsägen, nur eine Bügelsäge und kräftige Heckenscheren aus unseren heimischen Gartenhäusern und Garagen.

Pünktlich zum Jahreswechsel 1999/2000 war der Schienenstrang und der Bahndamm für den Unimog wieder frei. In den ersten Tagen des neuen Jahres nutzten bereits einige Volkacher die Gelegenheit, auf dem Gleisbett bis zum Escherndorfer Abzweig zu wandern. Trotzdem waren wir noch viele Wochen damit beschäftigt, die Stämme zu zerkleinern und mit einem kleinen schienentauglichen Handwagen abzutransportieren. Wir haben das alles auf einer DVD dokumentiert, die der Förderverein in seinem Internetshop vertreibt. Wenn wir uns das heute ansehen, können wir kaum glauben, dass wir das damals so schnell geschafft haben.

Bis Februar 2000 war die Strecke endlich aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht. Das gab der politischen Diskussion neuen Schwung, und nun war es auch möglich, die Strecke zu begutachten und den Umfang der notwendigen Instandsetzungsarbeiten zu ermitteln.

Es dauerte noch 3 ½ Jahre, bis wieder ein Zug nach Volkach fuhr. Viele weitere Arbeiten an Gleisen und Bahnübergängen, Behördentermine, Zulassungsverfahren und Abnahmeprüfungen waren nötig. Schließlich gab das Eisenbahnbundesamt im Juli 2003 sein „Okay“ – die „Betriebsgesellschaft Mainschleifenbahn“ erhielt die Zulassung als nicht-staatliche, öffentliche Eisenbahn, ohne betriebliche Einschränkungen, gültig bis 2052. Seit 2004 fährt der Förderverein sogar mit einem eigenen Schienenbus und erwirtschaftet damit auch die Mittel für den Unterhalt der Strecke. Gleichzeitig generieren die Fahrgäste der Mainschleifenbahn einen niedrigen, aber sechsstelligen Umsatz in der Region.

Die 2021 gegründete Mainschleifenbahn-Infrastruktur GmbH (MIG), ein Zusammenschluss der Landkreise Kitzingen und Würzburg, arbeitet derzeit an der Reaktivierung einer umsteigefreien SPNV-Direktverbindung zwischen Würzburg und der Mainschleife. Es sieht gut aus, dass dieses Projekt wie geplant zum Winterfahrplan 2028/2029 umgesetzt wird.

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Freie Fahrt durchs Grüne

In den letzten Tagen wurden auf dem Streckenabschnitt zwischen Escherndorf-Vogelsburg und Astheim Mulcharbeiten mit unserem Zweiwegebagger durchgeführt. Ziel dieser Maßnahmen ist es, das Lichtraumprofil freizuhalten, damit unsere Züge auch in der kommenden Fahrsaison sicher verkehren können.

Dabei wird besonders auf den Naturschutz geachtet: Die Arbeiten erfolgen außerhalb der Hauptbrutzeiten, um die Tierwelt möglichst wenig zu beeinträchtigen. Zudem werden nur notwendige Rückschnitte durchgeführt, um die Bahnstrecke frei zu halten, ohne das ökologische Gleichgewicht zu stören.

Mit diesen Pflegemaßnahmen sorgen wir nicht nur für einen reibungslosen Zugbetrieb, sondern auch für eine nachhaltige Pflege der Vegetation entlang unserer historischen Strecke.

Blick in Richtung Vogelsburg. Links im Bild ist der Zweiwegebagger zu sehen.

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Ein Blick hinter die Kulissen – Schulung mit Praxisübung

Damit unsere Züge sicher und zuverlässig fahren, ist regelmäßige Weiterbildung unerlässlich. Beim letzten Dienstunterricht haben unsere Ehrenamtlichen ihr Wissen rund um den Zugleitbetrieb vertieft, sich mit Neuerungen vertraut gemacht und ihre Kenntnisse überprüfen lassen.

Unsere neuen Zugleiter hatten das Vergnügen mit einer Modellbahnübung zum Zugleitbetrieb. Hintergrundwissen über die Logik und Funktionsweise des Betriebsverfahrens sind essentiell für einen sicheren Betrieb auf unserer Strecke.

In realistischen Szenarien übernahmen die Teilnehmer die Rollen von Zugleitern und Triebfahrzeugführern, erteilten Fahranweisungen, führten das Meldebuch und trainierten die Kommunikation. So konnten Abläufe gefestigt und verbessert werden.

Solche Schulungen sind ein wichtiger Bestandteil unseres Vereinslebens. Sie helfen uns, den Betrieb sicher und professionell durchzuführen – damit Sie Ihre Fahrt mit der Mainschleifenbahn entspannt genießen können!

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Historische Weinfestfahrten 1949

Mit der Mainschleifenbahn zum Volkacher Weinfest – das war auch kurz nach dem 2. Weltkrieg wieder möglich. Bereits 1949 gab es wieder Sonderzüge von Würzburg und Schweinfurt nach Volkach. Das Weinfest fand damals etwas später und auch kürzer als heute üblich vom 27. bis 29. August 1949 statt.

Anders als damals die Deutsche Reichsbahn (in ihren letzten Tagen – nachdem sie dann am 06.09.1949 im Westen in „Deutsche Bundesbahn“ umbenannt wurde) fahren wir am Weinfest am Samstag und Sonntag 8 Zugpaare von Seligenstadt bis Volkach.

Die Weinfestsonderzüge 1949 gehörten damals auch zu den ersten Zügen, welche über die am 06. März 1949 eröffnete Behelfsbrücke fuhren. Am 07. April 1945 war die 1892 eröffnete Mainbrücke zwischen Volkach und Astheim durch die Wehrmacht gesprengt worden.

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